Developers Matter


„Nichts ist so beständig, wie die Veränderung selbst“

Im Laufe der Jahre habe ich vier verschiedene Aspekte feststellen dürfen, die die Entwicklung von Softwareprodukten beeinflussen: Plattformen (wie Betriebssysteme und APIs), Programmiersprachen, Hardware und nicht zuletzt die Benutzer mit ihren Benutzeranforderungen an das Programm.

Während sich die Plattformen im Laufe der Innovationszyklen regelmäßig ändern (DCE zu CORBA zu J2EE, DNA zu Microsoft .Net) und die Hardware viele Dinge erst ermöglich (wer erinnert sich noch an die ersten „Video for Windows“ Versuche, einen briefmarkengroßen Film abzuspielen; auch hat das „Web“ mit seiner immer leistungsstärkeren Infrastruktur) wuchsen natürlich auch die Anforderungen an die Softwareprojekte, getrieben durch den Endanwender oder die Fachabteilung.

Auch die Programmiersprachen unterliegen einem Wandel. Paradigmenwechsel wie der Schritt von der prozeduralen hin zur objektorientierten Entwicklung oder auch in Kombination mit den Plattformen (DOS zu Windows zu Microsoft .Net) mit ihren ereignisgesteuerten Ansätzen bis hin zur dienst-orientierten Architektur.

CodeGear/Borland hat diesen Wandel (wenn auch primär für die Windowsplattform) nicht nur umgesetzt, sondern auch maßgeblich in den letzten Jahren geprägt: Delphi ist heute mehr als eine Programmiersprache; Delphi ist ein Konzept: Visuelle Anwendungsentwicklung, die den leichten Einstieg für Programmierer ermöglicht, aber auch den Profi mit seinen Anforderungen befriedigt. Delphi bot und bietet schon immer die Möglichkeit an schnell und komfortabel eine Anwendung zu kreieren.


Mit Delphi 2007 for Win32 bieten wir in einigen Wochen eine angepasste Version für die Win32-Entwicklung für Windows Vista (und natürlich auch weiterhin für Windows 2000 und XP) an, die vollständig die neuen Funktionen von Windows Vista unterstützt (wie z.B. Glass-Effekte, Task- und Datei-Dialoge als auch die Lauffähigkeit unter Vista selbst). http://www.codegear.com/products/delphiwin32

Mit Delphi for PHP kommt (auch in den nächsten Wochen) das Konzept der leichten Anwendungsentwicklung für die PHP Entwicklung. Meine ersten PHP Erfahrungen vor etlichen Monaten sahen doch sehr bescheiden aus: Editor, FTP-Client, viel Zeit und Nerven. Delphi for PHP macht Anwendungsentwicklung für PHP wirklich leicht: Mit integriertem Debugger, visueller Gestaltung, Codevervollständigung und direkter Datenbankanbindung (unter anderem MySQL und InterBase) und der beliebigen Ablauffähigkeit der damit erstellten Programme unter Solaris, Linux, Windows etc. http://www.codegear.com/delphiphp


Es bleibt spannend…

Ihr

Matthias Eißing
Evangelist, CodeGear of Borland

EKON 10 – Ein Rückblick

Vom 26. bis 28. September fand die zehnte Entwicklerkonferenz in Frankfurt/Mörfelden unter dem Motto „10 Jahre Innovationvorsprung“ statt.
10 Jahre Innovation rund um die Produkte Delphi, JBuilder, C++ Builder, InterBase und Co. Und so kamen viele internationale und nationale Teilnehmer und Speaker. Das Who-is-Who der internationalen Koryphäen aus der Entwicklerszene gab einen Einblick in das, was heute möglich ist und morgen möglich sein wird. Im dreitägigem Programm, gespickt mit Sessions rund um Architektur, GUI-, Compact-Framework- und Web-Entwicklung und im Ausstellungsprogramm fand ein reger Austausch zwischen den Beteiligten stand.
Die Eröffnungs- und Technical Keynotes gaben mal wieder einen Einblick, was denn in Zukunft rund um Delphi, JBuilder, C++ Builder, InterBase und Co zu erwarten ist. So wird das Borland Developer Studio natürlich voll auf .NET 2.0 getrimmt. Mit der Unterstützung von Partial Classes und Generics/Parameterized Types zeigte Nick Hodges schon heute, was zu erwarten ist (für den Interessierten hat Bob Swart das sehr gut zusammengefasst: http://www.drbob42.com/examines/examin82.htm).
InterBase erhält in der neuen Version 2007 unter anderem Möglichkeiten des Online- und des inkrementellen Backups, sowie weitergehende Unterstützung für Unicode Character Sets und Journaling Funktionen. InterBase 2007 ist ab sofort verfügbar (http://www.borland.com/interbase).
Ein neues Datenbankprodukt wurde von Nick Hodges vorgestellt: NDataStore. Eine voll-gemanagte Datenbankengine mit Transaktionsunterstützung für .NET Umgebungen mit sehr geringen Anforderungen an die Laufzeitumgebung (auch auf dem Compact Framework als embedded Database).
JBuilder wird zur Zeit auf das Eclipse Framework umgestellt. Das Projekt „Peloton“ (http://de.wikipedia.org/wiki/Peloton) bringt das Beste aus beiden Welten: Den bekannten Komfort vom JBuilder und die mächtigen Grundfunktionen von Eclipse, gepaart mit UML Design, EJB Entwicklung und den Möglichkeiten von TeamAssist (http://blogs.codegear.com/JoeMcGlynn/archive/2006/08/07/PelotonFT1.aspx).
Neben dem Rahmenprogramm am 25. und 29. September mit „Power Workshops“ und dem „Architecture Day“ fanden sich Zuhörer und Experten in vielen Sessions und vertieften den Austausch von Informationen, Tipps und Tricks, Erfahrungen und Neuigkeiten.
Die nächste EKON findet vom 24. bis 28. September statt.

Ihr

Matthias Eißing
Evangelist, Developer Tools Group, Borland

Turbo – Gestern, heute, morgen

Die ersten Borland Entwicklungsumgebungen sind untrennbar mit dem Namen „Turbo“ verbunden: Turbo Pascal, Turbo Basic, Turbo C, Turbo Prolog oder auch der Turbo Assembler.
Gerne erinnere ich mich an die Zeit zurück, als ich mit Turbo Pascal 3.0 und DOS 2.11 (die Entwicklungsumgebung, als auch das Betriebssystem passte damals auf eine einzige Diskette ?, einem Bruchteil der Größe heutiger USB-Sticks) meine ersten Pascal Kenntnisse erwarb. In der Mitte der 80er Jahren war das Programmieren aber noch etwas besonderes, vielleicht sogar etwas elitär, und so war das Erlernen eher wenigen Interessenten an unserer Schule vorenthalten. Damals haben Borland Turbo Produkte es überhaupt erst ermöglicht, dass man einen leichten und vergleichsweise komfortablen Einstieg in die Programmierung erhielt. Auch gab es damals Erweiterungen für Turbo Pascal, die die Konzepte einem weiteren Publikum ermöglichten. Dank NIKI, dem Roboter (gibt es in einer aktualisierten Version für Windows auch heute: http://www.hupfeld-software.de/niki.php), fanden mehr und mehr Mitstreiter den Zugang zum Programmieren (auch, wenn sich letztendlich nur die wenigsten damit längere Zeit beschäftigt haben). Einfach mal so programmieren. Zum Spass. Aus Spass.
Unter dem Gesichtspunkt der integrierten Entwicklungsumgebung war es für mich dann ein herber Rückschritt, als ich Anfang der 90er in meinem Studium der Informatik an der Uni Koblenz einen Kommandozeilencompiler in Verbindung mit EMACS nutzen „durfte“…. Gott sei Dank war es aber immerhin Pascal… wenn auch auf einer SUN. Ich ersehnte mir ein Turbo Pascal zurück.
Die Turbo Produkte von Borland sind Mitte der 90er Jahre durch die Einführung von Delphi in ihrer letzten Inkarnation (Turbo Pascal) ausgestorben. Eigentlich schade, da die „Turbos“ genau das geboten haben, was der Hobby Programmierer gebraucht hat: Geringer Preis bei passendem Leistungsumfang.
Natürlich hat sich der Markt weiterentwickelt und es gibt eine Vielzahl von neuen Sprachen, neuen Plattformen und auch neuen Interessenten. Aber gute Ideen sollten immer weiterleben. So auch die „Turbos“: Turbo Delphi, Turbo Delphi .NET, Turbo C# und Turbo C++. Jeweils auch in einer kostenfreien Variante.
Häufig wurde ich in der letzten Zeit gefragt, wann es denn mal wieder sehr günstige oder gar kostenfreie Entwicklungsumgebungen von Borland gibt. Jetzt ist es soweit, dass ein breites Publikum an Hobbyprogrammieren die Möglichkeiten der schnellen, und integrierten Entwicklung kennen und nutzen lernen.
Turbo ohne Turboloch.

Ihr

Matthias Eißing
Evangelist, Developer Tools Group, Borland

The Art of Programming

Spaß am Programmieren


Der Titel dieses Editorials soll keine direkte Anspielung auf Donald E. Knuth sein, sondern mehr die Kunst und den Spaß des Programmierens beleuchten (was nicht unbedingt dazu im Gegensatz steht).

Es gibt in meinen Augen drei Möglichkeiten, warum man programmiert:

  • Man möchte oder muss einfach nur Geld verdienen
  • Man möchte eine Alltagsaufgabe automatisieren
  • Man möchte forschen, experimentieren und einfach nur Spaß am Programmieren haben
     

Möglich und wünschenswert ist natürlich auch ein Mix aus allen drei Punkten.

Meine ersten Programmiererfahrungen durfte ich auf einem Taschenrechner sammeln; einem Texas Instruments TI-57. Hier ging es in erster Linie um die Umsetzung einer (mathematischen) Alltagsaufgabe, aber auch schon dort wurde mein Forscherdrang zum Verständnis von „Computer“-Systemen geweckt. Eine Faszination, die bei mir bis heute anhält.

Der Spaß am Programmieren kommt eigentlich erst dann auf, wenn man erste Ergebnisse feststellt. Erst wenn man sieht, dass das Programm so funktioniert, wie gewünscht, erst, wenn man sich an den Ergebnissen erfreuen kann, dann setzt auch der Spaß an der Programmierung ein. Diese Ergebnisse können natürlich auch lobender Natur sein: Anerkennung von den Benutzern oder auch durch die Steigerung der eigenen Bekanntheit in einer Community. Es müssen dabei nicht immer die großen Anwendungen sein deren Entwicklung den meisten Spaß macht.

Ein Werkzeug, ein Tool oder eine komplette Entwicklungsumgebung sollte den Programmierer hierbei bestmöglich unterstützen und nicht behindern. Die „Developer Tools Group“ innerhalb von Borland hat sich zum Ziel gesetzt, dem Entwickler die Werkzeuge in die Hand zu geben, die ihn bestmöglich unterstützen, so dass er auch weiterhin den Spass am Programmieren erfahren kann. Das ist nur möglich, wenn man versteht, was der Entwickler haben will und ihm zuhört. Mit der Ausgliederung der IDE-Produkte aus dem Portfolio der Borland-Produkte hat Borland einen richtigen und wichtigen Schritt getan, um dies zu ermöglichen. Borland JBuilder, Borland Developer Studio mit Delphi, C#-Builder und C++-Builder und InterBase haben jetzt wieder die Möglichkeit aus dem Windschatten der restlichen Borland-Produkte auszutreten.

So freue ich mich auf die Fokussierung der Developer Tools Group auf den Entwickler — „Developers matter“

Ihr

Matthias Eißing
Evangelist Developer Tools Group, Borland